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TIERE

SCHMETTERLINGS-GARTEN

Sie beleben und verschönern jeden Garten – mal ganz abgesehen von ihrer Nützlichkeit: Schmetterlinge. Wir zeigen euch, wie ihr Garten und Balkon für sie attraktiv machen könnt.

 

 

Schmetterling

 

Viele einheimische Schmetterlingsarten stehen heute auf der roten Liste für bedrohte Tierarten, da ihre Lebensräume zerstört oder durch Pestizide vergiftet werden. Darüber hinaus finden sie auch in den Gärten häufig keine Nahrung mehr, da diese durch exotische Blumen dominiert werden oder zu sehr kultiviert wurden.

 

Falls ihr dem Entgegenwirken möchtet, solltet ihr vor allem und in erster Linie auf einheimische Wildpflanzen setzen. Das können Staudenrabatten sein genauso wie Kräuter oder Wildsträucher und diverse Blumen – solange der Nektar für die Schmetterlinge zugänglich ist. Ein besonderer Schmetterlingsmagnet ist der Sommerflieder. Zudem solltet ihr auf Signalfarben setzen wie pink, violett, gelb, rot und orange.

 

Ihr könnt euch auch ganz einfach im Fachhandel eine Blumenwiesenmischung besorgen und tragt ein Stück von eurem Rasen ab, um diese einzusäen. Dabei müsst ihr nur beachten, dass die meisten Wildblumen weniger nährstoffreiche Böden bevorzugen.

 

Idealerweise sollte natürlich nicht alles auf einmal blühen. Euer Garten sollte bis in den Spätherbst Nahrung für die Schmetterlinge bieten – von der Margerite bis zur Aster sollte also für Abwechslung gesorgt sein.

 

Wichtig ist natürlich auch, dass ihr den Raupen ein Zuhause bietet, aus denen bekanntermaßen die Schmetterlinge hervorgehen. Diese bevorzugen ebenfalls einheimische Pflanzen – bei Blumen allerdings natürlich nicht den Nektar sondern die Blätter. Auch Petersilie und Gräser sind gern genommen, genau wie Unkraut, beispielsweise Diestel oder Brennnessel.

 

Ideal ist es also, wenn ihr in eurem Garten eine „wilde Ecke“ schafft. Dort lasst ihr einfach alles wachsen, was die einheimische Flora so hergibt – von Gras und Unkraut bis Blume und Busch, von Früh- über Sommer- bis Spätblüher. Das freut Schmetterling und Raupe gleichermaßen. Und wenn der Garten schön bunt ist, freut sich am Ende auch der Gärtner.

 

Text: Nicole Kubitza

Bild: Jürgen Hust – Fotolia.com

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