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ACHTUNG (SCHW)HEISS!

Bei hohen Außentemperaturen oder körperlicher Anstrengung aber auch bei Angst und Nervosität schwitzen wir vermehrt. Frischer Schweiß ist zunächst völlig geruchlos. Erst die Zersetzung durch Bakterien lässt uns riechen.

 

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Zunächst ist Schwitzen etwas Gutes. Über das Schwitzen regulieren wir nämlich unsere Körpertemperatur. Der Körper scheidet über die Poren Wasser aus und durch die Verdunstung sinkt unsere Temperatur. Neben dem Wasser werden aber auch Rest- und Abfallstoffe des Menschen ausgedünstet. Mikroorganismen zersetzen den Schweiß und lassen den typischen Schweißgeruch entstehen.

 

Die meisten Menschen greifen darum täglich zu Deodorants. Handelsübliche Deodorants enthalten Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen verengen bzw. verstopfen. Dadurch soll eine übermäßige Schweißproduktion verhindert werden. Warum der Schweiß bei jedem anders riecht, hat unter anderem mit dem pH-Wert der Haut, eventuellen Krankheiten, Hormonen und verschiedenen Genuss- und Nahrungsmitteln zu tun.

 

Zunächst können wir auf unsere Ernährung achten und auf fettige Speisen und Fleisch verzichten. Auch Koffein oder Alkohol können für vermehrten Schweiß verantwortlich sein. Dagegen sind andere Lebensmittel wie Gurken, Tomaten oder Zitrusfrüchte nach der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre kühlende Nahrungsmittel.

 

Auch die Natur kann helfen. Eichenrinde ist ein bewährtes Mittel um äußerlich und auch innerlich die Schweißbildung zu hemmen. Die Eichenrinde enthält besonders im Frühjahr einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Flavonoiden. Wer keine Möglichkeit hat, selber zu sammeln, kann Eichenrinde aber auch in der Apotheke oder im Kräuterversand bestellen.

 

Für die äußerliche Anwendung mit Eichenrinde brauchen wir:

  • 200 g Eichenrinde
  • 1 l Wasser

 

Die Eichenrinde in einem Liter Wasser aufkochen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Danach den Sud abseihen und in eine Flasche oder einen Pumpzerstäuber abfüllen.
Mit dem Aufguß die betroffenen Stellen wie Füße oder Achseln waschen oder das Eichenrindenwasser wie ein Deodorant benutzen und direkt aufsprühen.

 

Vorsicht: Eichenrinde könnte abfärben, deswegen sollte man nicht auf die Kleidung sprühen!

 

Für einen Eichenrinden-Tee ein bis zwei Teelöffel Eichenrinde mit einer Tasse Wasser aufkochen und 3-5 Minuten ziehen lassen. Von diesem Tee nicht mehr als drei Tassen täglich trinken.

 

Von der Naturheilpflanze Salbei weiß man auch, dass sie die Schweißproduktion hemmen kann. Ein wirksames Salbei-Körperwasser kann man herstellen, indem man frische Salbeiblätter in heißem Wasser 10 Minuten ziehen lässt. Abkühlen lassen und in einen Pumpzerstäuber abfüllen.

 

Mehr über Salbei findet ihr hier.

 

EINKAUFTIPPS: Eichenrinde, Pumpzerstäuber

 

Text: Irene Hardjanegara
Bild: Petra Schmidt / pixelio.de

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