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BACKE BACKE BREZEL

Warum heisst die Laugenbrezel Laugenbrezel? Wird sie wirklich in einen Lauge getunkt?

 

25427_web_R_by_R. B._pixelio.de

 

Zuallererst ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Brezel: Schon das älteste Bäckerwappen aus dem 12. Jahrhundert ziert eine Brezel. Ihren Ursprung hat die Brezel aus einer christlichen Tradition, sie symbolisiert zum Beten verschränkte Arme. Daher auch der Name Brezel, aus dem Althochdeutschen brezitella, das sich wiederum aus dem lateinischen Wort brachium (Arm) herleitet.

 

Nun zu den Laugenbrezeln. Die Laugenbrezeln werden vor dem Backen wirklich in eine Lauge getaucht. Natürlich nicht in eine Seifenlauge sondern in eine Natronlauge. Aufgepasst: Eine Natronlauge, die ein Bäcker benutzt, hat nichts mit dem handelsüblichen Haushaltsnatron oder Kaisernatron zu tun. Natronlauge (NaOH) ist eine alkalische Lösung und wirkt stark ätzend. Daher eignet sich unserer Meinung nach die Verwendung nicht für den Haushalt, auch wenn dadurch die Kruste etwas dünner und knuspriger wird. Stattdessen ersetzen wir die Natronlauge durch einfaches Natron.

 

Zutaten:

 

  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • 2 TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Packung Backpulver
  • 250 ml Lauwarmes Wasser
  • 42 g frische Hefe (1 Würfel)
  • 20 g Butter
  • Haushaltsnatron, Kaisernatron
  • grobes Salz zum Bestreuen

 

 

Zubereitung:

 

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröseln, etwas Zucker darüberstreuen, mit etwas lauwarmem Wasser zu einem Vorteig verrühren. Den Vorteig abdecken und ca. 20 min. gehen lassen.
  2. Die restlichen Zutaten bis auf das Salz hinzugeben und etwa eine Viertelstunde lang zu einem glatten Teig verkneten. Zum Schluss das Salz hinzufügen. Der Teig darf nicht kleben, eventuell sollte man Mehl oder Wasser hinzufügen. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat (etwa eine Dreiviertelstunde oder Stunde).
  3. Danach den Teig nochmals durchkneten und in 15 gleiche Stücke teilen. Jede Portion jetzt zu etwa 30 Zentimeter lange Stränge rollen, die zu den Enden hin etwas dünner werden. Aus den Strängen Brezeln formen, darauf achten, dass das Kreuz doppelt geschlungen wird und die Enden gut andrücken.
  4. Statt der Natronlauge setzen wir 3 Esslöffel Haushaltsnatron mit einem Liter Wasser an und bringen diese Mischung zum Kochen. Die Brezeln nacheinander eintauchen und eine Minute kochen lassen. Kurz abtropfen lassen und auf ein bemehltes Backblech legen. Nach Bedarf mit grobem Salz bestreuen. Noch einmal 10 Minuten gehen lassen.
  5. Die Brezeln in den vorgeheizten Backofen (200°C Ober/Unterhitze – Umluft 180°C – Gas Stufe 4) geben und zusätzlich eine flache Schale mit kochendem Wasser in den Backofenboden stellen. Während des Backvorgangs den Ofen NICHT öffnen!

 

Guten Appetit, EURE URBAN FARMER!

 

 

Hier findet ihr Tipps & Tricks für einen perfekten Hefeteig.

 

 

 

Text: Sofja Tuch

Bild: R. B.  / pixelio.de

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