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GELEE OHNE GELIERMITTEL

Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zu herkömmlichen Geliermitteln wie Gelatine oder zu Verdickungs- und Bindemitteln. 

 

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Eine Methode zum Eindicken ohne Gelierzucker ist das Einkochen mit Pektin. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Gele zu bilden, sind Pektine in der Lebensmittelindustrie, der Pharmaindustrie oder für Kosmetika ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Produkte.
Pektine kommen in allen möglichen Früchten und Gemüse vor. Hier findet man Pektine in allen festeren Bestandteilen, beispielsweise den Stängeln, Blüten, Blättern usw. Hier sind einige Beispiele an Früchten und Gemüse mit einem relativ hohen Pektinanteil:

 

Gehalt an Pektinen in Früchten und Gemüse (bezogen auf Frischgewicht)
Apfel 1–1,5 %
Aprikose 1 %
Kirsche 0,4 %
Orange 0,5–3,5 %
Möhren 1,4 %
Apfeltrester 15 %
Citrusschalen 30 %
Pektinarm hingegen sind weiche Früchte, z. B. Erdbeeren.

 

Rezept für ein Johannisbeergelee ohne Geliermittel:

1. Die Johannisbeeren in der ganzen Traube kochen. Auf diese Weise kann man das natürlich enthaltene Pektin aus den Schalen und den Stängeln gewinnen.
2. Die Beeren mindestens zehn Minuten sprudelnd kochen. Gegebenenfalls ein wenig Wasser dazu, damit die Masse nicht anbrennt.
3. Danach den Saft auspressen und die Beeren noch heiß in ein Sieb geben, das mit einem Leinen- oder Baumwolltuch ausgelegt ist. Gebt so viel Kraft auf die Beeren, dass das Tuch gerade noch standhält. So erhaltet ihr eine optimale Saftausbeute.
4. Diesen Saft erneut aufkochen und den Zucker untermischen. Je nach Geschmack könnt ihr Saft und Zucker eins zu eins oder in einem anderen Verhältnis mischen.
5. Regelmäßig kleine Mengen entnehmen und auf einem Glasteller prüfen, ob der Saft bereits geliert.
6. Sobald ihr eine gute Reaktion feststellen könnt, gebt ihr den heißen Saft in die sauberen Gläser.
7. Die Gläser verschließen und kurz schütteln, damit sie auch wirklich luftdicht verschlossen werden.

 

Kleiner Tipp:
Das Pektin aus den Stielen lässt sich durch Kochen manchmal nicht gründlich genug auskochen, um eine feste Konsistenz zu erreichen. In diesem Fall könnt ihr den Saft mit kleinen Tricks gelieren lassen.

1. Kocht einen ganzen Apfel inklusive Gehäuse in dem Johannisbeersaft. Apfelpektin ist besonders leicht aus der Frucht herauszulösen und hilft daher beim Einkochen von Gelee recht gut.
2. Zitrusfrüchte enthalten ebenfalls viel Pektin. Presst eine Zitrone aus und gebt sie den Saft zu dem nicht ganz fertigen Johannisbeergelee. Bei Biofrüchten könnt ihr auch die Schalen mitkochen.

Bei beiden Varianten müsst ihr den Saft noch eine ganze Weile kochen, bis die Gelierprobe zu eurer Zufriedenheit verläuft. Dann könnt ihr das Johannisbeergelee in die Gläser füllen.

Alternativ ist Pektin in Pulverform oder auch flüssig zu kaufen.

 

 

Autor: Sofja Tuch

Foto: Peter Smola  / pixelio.de

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